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ALPAKAS

Das Alpaka zählt, ebenso wie das Lama, zur Familie der Kamele und
zur Gattung der Neuweltkameliden. Sie wurden vor 5000-7000 Jahren
in den Südamerikanischen Anden,(Peru,Chile,Bolivien und Argen-
tinien) von den Inkas, aus den Guanakos und nach neusten genetischen Erkenntnissen auch aus den Vikunyas gezüchtet. In Europa wurden die Tiere zuerst in Zoos und später als Hobbytiere gehalten. Die Haltung dieser Tiere gewinnt allerdings Jahr für Jahr an Popularität. Alpakas sind Schwielensohler und laufen auf zwei Ledersohlen. Wie alle Kameliden kauen sie ihre Nahrung wieder, besitzen aber zu den normalen Wiederkäuern nur einen dreigeteilten Magen. Als Faserlieferant gezüchtet besitzt das Alpaka eine sehr feine Faser, die zu den edelsten Naturfasern zählt. Sie ist für ihre Weichheit, Feinheit und für einen herrlichen Glanz bekannt. Es kommen über 20 natürliche Farben vor. Die Farbpalette reicht von schwarz über braun und grau, bis zu einem reinen weiss. Es kommen auch gescheckte Tiere vor. Inzwischen erfreut sich Kleidung aus Alpakawolle auch bei uns wachsender Beliebtheit und die Nachfrage nach dieser wertvollen Faser steigt von Jahr zu Jahr. Dank der guten
termischen Beschaffenheit eignen sich die hergestellten Textilien
sowohl für warme wie kalte Witterung. Alpakatextilien sind bequem
zu tragen, unverwüstlich und Natur pur. Alpakas sind freundliche, robuste und anspruchslose Tiere mit einer Lebenserwartung von über 20 Jahren. Erwachsene Tiere wiegen zwischen 45-75 kg und haben eine Schulterhöhe von ca. 90 cm. Neugeborene Alpakas, genannt Crias wiegen ca.6.5 kg. Sie werden nach ca.11.5 Monaten Tragzeit geboren. Die Geburt verläuft normalerweise problemlos am Tag und ohne fremde Hilfe. Einlingsgeburten sind die Regel. Alpakas kommunizieren untereinander durch ihre Haltung, Bewegungen des Schwanzes und der Ohren sowie durch sanftes Brummen, das sehr gut zu Ihrem Charakter passt. Man unterscheidet zwei Typen: Das Huacaya und das Suri Alpaka. Beide sind gleich in Grösse und Gestalt. Ihr Unterschied liegt in der Beschaffenheit der Faserstruktur. Das Huacaya Alpaka hat ein dickes, fülliges Vlies mit feiner Krauselung. (Crimp) Es sollte an Kopf und Beinen stark behaart sein. Das Suri Alpaka weist in der Faser einen Drall auf, die wie Locken am Tier herunterhängen. Der Faserdurchmesser ist feiner als bei Huacayas. Der Anteil der Suri an der Gesamtpopulation beträgt lediglich 10 %. Alpakas haben große schwarze Augen mit einer besonders ausdruckstarken Ausstrahlung. Alpakas können spucken. Allerdings nutzen sie diese Waffe der Verteidigung äusserst selten. Am häufigsten kann man dieses Verhalten bei Futterneid der Tiere untereinander beobachten.

Alpakas sind: intelligent, gutmütig, freundlich, verspielt, sauber, anspruchslos, robust, preiswert im Unterhalt und problemlos zu transportieren.


HALTUNG

Alpakas sind unkompliziert in der Haltung. Sie sind zäh und robust.
Aus ihrer Heimat den Anden sind sie extreme klimatische Verhält-
nisse gewöhnt. Es kommen in ihrer Heimat am selben Tag hohe Plus
und Minustemperaturen vor. Unser Klima ist daher problemlos für
Alpakas. Alpakas sind Herdentiere. Deshalb sollten mindestens zwei
Tiere gehalten werden. Alpakas können problemlos mit anderen
Weidetieren vergesellschaftet werden. Alpakas benötigen einen
ganzjährigen Weidegang.
Auf ein Hektar können ca. 12 - 15 Alpakas gehalten werden. Eine Einzäunung aus Knotengitter von ca. 100-120cm Höhe reicht
problemlos aus. Ein Offenstall mit einer mindestfläche von 2 qm
pro Tier ist empfehlenswert, damit die Tiere selber wählen können,
ob sie sich drinnen oder draussen aufhalten wollen. Alpakas rupfen
das Gras nicht und sind somit ausgesprochene Landschaftspfleger.
In den Sommermonaten müssen die Tiere jederzeit einen schattigen Platz aufsuchen können. Einen Sandplatz in dem sie sich wälzen
können, nehmen sie gerne an. Alpakas sind Schwielensohler, daß
heisst, sie laufen auf zwei Ledersohlen, und verletzen somit die Gras-
narbe viel weniger als andere Weidetiere. Alpakas legen Kotplätze an und beugen so dem Parasitenbefall auf der Weide vor. Alpakas sind
mit Gras am besten zufrieden zu stellen. Heu muss immer zur freien Verfügung angeboten werden. Das Rauhfutter hat eine spezielle Be-
deutung bei der Verdauung und ist unverzichtbar. Frisches Wasser
muss immer ausreichend zur Verfügung stehen. Gelegentliche Kraft-
futterzugaben können bei Zuchtstuten oder Jungstuten nötig sein.
Man sollte mit dem Kraftfutter alledings sparsam sein und nicht zuviel
füttern. Mineralien sollten immer zur Verfügung stehen. Alpakas
sollten regelmässig ca. 2x pro Jahr entwurmt werden. Die Zehennägel sollten alle 10 Wochen geschnitten werden. Spätestens alle 2 Jahre
sollten Alpakas geschoren werden. Die Haltung von mehreren
Hengsten in einer Stutenherde ist nicht möglich. Der Leithengst
duldet keinen weiteren geschlechtsreifen Hengst in der Herde.
Die Haltung von mehreren geschlechtsreifen Hengsten in einer
Hengstherde ist problemlos möglich.